Liturgische Musik im Gebetbuch der Äbtissin Odilia von Ahlden (1522)

Im Kloster Mariensee, einem der Calenberger Klöster, nordwestlich von Hannover gelegen, ist nur eine Handschrift aus dem Mittelalter erhalten geblieben: das Gebetbuch der Äbtissin Odilia von Ahlden aus dem Jahr 1522. In diesem Gebetbuch befindet sich ein eingebundenes Blatt mit der ausgeschriebenen und vollständig notierten Antiphon Ista est speciosa und einigen interessanten Hinweisen auf eine liturgische Ausführung, zum Beispiel auf die Beteiligung der Orgel am liturgischen Gottesdienst vor der Reformation.

Doch nicht nur auf diesem Blatt stehen Hinweise auf liturgische Musik. Im ganzen Gebetbuch werden Gebete mit liturgischen Gesängen kombiniert, wenn auch ohne Notation - wie dies in spätmittelalterlichen Gebetbüchern üblich ist.

Die Äbtissin des Klosters Mariensee, Frau Bärbel Görcke, hat mich gebeten, doch einige dieser liturgischen Gesänge zu rekonstruieren mit dem Ziel, sie der heutigen evangelischen Konventsgemeinschaft wieder zugänglich zu machen. Im Rahmen dieses Projekts möchte ich eine Marienandacht auf der Basis des Gebetbuchs der Äbtissin Odilia von Ahlden rekonstruieren.

 

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Literatur

Ulrike Hascher-Burger: Zwischen Liturgie und Magie: Apotropäischer Zaubergesang in niedersächsischen Frauenklöstern im späten Mittelalter, in: Journal of the Alamire Foundation 3 (2011), 127-143. (Vorsicht: der Link führt zur Fahnenversion, nicht zur endgültigen Fassung).

 

Katharina Talkner: "horas mit Andacht singen". Das evangelische Stundengebet in den Calenberger Klöstern. Hannover 2008.

 



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